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Category Archive for ‘blueroom’

Ein Beitrag von Steffi Wahl.

2012 hatten Forscher im Magen eines gestrandeten Pottwales folgendes gefunden:

30qm Plastikplane
4,5m Schlauch
9m Kunststoffleine
2 Blumentöpfe
Wie ist so etwas möglich? Schaut euch das Video an, es erklärt sehr gut, womit wir es zu tun haben:

It’s a plastic world – German from It’s a plastic world on Vimeo.

Versucht doch wenigstens euren Plastikkonsum zu reduzieren:

  • Verwendet beim Einkauf von Früchten und Gemüse wieder-verwendbare 3BBags, die bis zu 1’000 Plastiksäckchen ersetzen.
  • Trinkt Hahnenwasser, statt Mineralwasser, das abgefüllt in Plastikflaschen über weite Strecken transportiert wird.
  • Kauft möglichst wenig in Plastik verpackte Produkte. Nachfüllpackungen sparen Verpackungsmaterial.
  • ……

Ein Beitrag von Steffi Wahl/Bilder WDC Deutschland

Heute fristen weltweit 54 Orcas ein Leben in Gefangenschaft, 12 davon in Europa. Oft wird ihre Haltung als Artenschutzmaßnahme getarnt, wenn man genauer hinschaut, kann man das nicht im Ernst glauben.  Die Lebenswirklichkeit dieser Orcas hat sehr wenig mit Artenschutz oder Bildung zu tun.

Als ich letztes Jahr zum PWA Worldcup auf Teneriffa geflogen bin, habe ich im ganzen Flughafen Werbung von Morgan, einem jungen Orcaweibchen, gesehen. Für eine tolle Show wird dort geworben. Show? In einem Mini-Bassin vegetiert der Orca für die Belustigung naiver Touristen vor sich hin. Das ist zum kotzen. Natürlich gibt es viele andere Beispiele, aber mir liegen die Meeresbewohner sehr am Herzen.  Ich hatte schon von Morgan gehört, habe dann aber nochmal genauer recherchiert.

Ein Bericht von WDC Deutschland

Fakten:
Im Juni 2010 wird ein junges Orcaweibchen vor der niederländischen Küste unterernährt und geschwächt aufgefunden. Sie wird zur Pflege ins Delfinarium Harderwijk gebracht, wo sich ihr Allgemeinzustand verbessert und sie wieder zu Kräften kommt. Und dann beginnt das Geschäft mit Morgan ..

Im Dezember 2010 trifft das Delfinarium Harderwijk die Entscheidung, den jungen Schwertwal in Gefangenschaft zu behalten. Im Dezember 2011 wird Morgan nach Teneriffa überführt und von nun an im Loro Parque zur Schau gestellt.

Der Loro Parque
Das zur Gruppe der Kanarischen Inseln gehörende Teneriffa wird jedes Jahr von annähernd 600.000 deutschen Touristen besucht. Da fast alle Hotels und Tourenanbieter für diesen Vergnügungspark Werbung machen, können wir davon ausgehen, dass ein Großteil der Urlauber im Zuge ihres Aufenthalts den Loro Parque besucht. Hauptattraktion des Loro Parque sind die gefangenen Schwertwale.

Der Park hat keine rühmliche Geschichte: Im Jahr 2006 wurden vier Orcas der großen US-amerikanischen Vergnü – gungspark-Kette SeaWorld in den Loro Parque gebracht – offiziell als Unter stützung eines Aufzuchtprojektes. Die kommerzielle Dringlichkeit war so groß, dass die Orcas ankamen, bevor ihr neues Heim fertiggestellt worden war. Dies führte dazu, dass die Tiere den Wandanstrich von den Becken fraßen und ernsthafte Zahn- und Verdauungsprobleme davontrugen. Heute beheimatet der Loro Parque eine Gruppe von Schwertwalen, die weltweit am schlechtesten zusammenpasst. Das Management des Parks tut sein Bestes, um diese Tatsache vor den Tausenden Urlaubern, die den Park jedes Jahr besuchen, zu verbergen.

morgan-loro

Morgans Schicksal
Morgans Schicksal im berühmt-berüchtigten Loro Parque war von Anfang an besorgniserregend: Sie wurde schon sehr bald von anderen Orcas angegriffen und regelmäßig mit der Schwanzflosse geschlagen und gerammt. Dies ist in dieser Situation nicht weiter verwunderlich, da sich die Schwertwale in einem so beengten Territorium miteinander auseinandersetzen müssen. Heute wissen wir, dass Morgan unter gesundheitlichen Problemen leidet und stereotype Verhaltensweisen zeigt, die wir auch von großen landlebenden Säugetieren in Gefangenschaft kennen.

Sie hat bis ins Fleisch reichende Wunden, die davon herrühren, dass Morgan ihren Kopf regelmäßig gegen die Betonwandder Tanks rammt. Morgans Vorderzähne sind teilweise bereits bis aufs Zahnfleisch abgenutzt und mindestens ein Zahn ist gänzlich zerstört, da sie vermutlich aus Verzweiflung oder Langeweile am Betonrand ihres Beckens kaut (siehe Bild).

WDC engagiert sich in der Free Morgan Foundation, einem weltumspannenden Netzwerk von Experten, die über sehr große Erfahrung mit wildlebenden Orcas und mit der Wiederauswilderung von Waltieren verfügen. WDC vertritt die Auffassung, dass Morgan nicht „Eigentum eines Staates, eines Unternehmens, eines Menschen oder einer Gruppe von Menschen“ ist und in die freie Wildbahn gehört. WDC fordert und wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass Morgan aus ihrem engen Gefängnis in ein Meeresgehege gebracht wird, wo sie schlussendlich selbst entscheiden kann, ob sie in die freie Wildbahn zurückkehrt. 

Am 19. Februar 2014 hat das Landgericht in Den Haag hat leider die Urteilsverkündung im Fall Morgan erneut verschoben. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

Weitere Infos findet ihr hier: www.freemorgan.org

Wer sich noch mehr mit diesem Thema befassen will, dem sei der Film „Blackfish“ ans Herz gelegt. Der Film thematisiert den schockierenden Tod von SeaWorld-Trainerin Dawn Brancheau, die 2010 getötet wurde, als Orca Tilikum sie vor den Augen entsetzter ZuschauerInnen unter Wasser zog. Regisseurin Gabriela Cowperthwaite zeichnet ein umfassendes Bild der Thematik, beleuchtet ähnliche Vorfälle, führt detaillierte Interviews mit ehemaligen SeaWorld-TrainerInnen und zeigt, welche hochintelligenten Tiere wir in Betonbecken sperren, um unterhalten zu werden.

Dies ist mal ein schönes Thema für den Blueroom. Die Ostsee im Winter. Ich habe mich in Dazendorf ein bißchen ins Wasser gelegt und die Windsurfer gefilmt. Entstanden ist ein kleines sonniges Filmchen:

GRANDI_largeWenn Fischfirmen wie Deutsche See Fisch der isländischen Firma HB Grandi kaufen, unterstützen sie den Walfang. Der Grund: Islands einziger Finnwal-Fänger finanziert als Vorstandschef von HB Grandi sein blutiges, unrentables Hobby.

Bitte unterstützen Sie unseren Protest an den Bundesverband der Deutschen Fischindustrie und führende Fischfirmen Deutschlands und helfen Sie uns, die bedrohten Finnwale in isländischen Gewässern vor den Harpunen zu schützen!
Helfen Sie uns, die bedrohten Finnwale in isländischen Gewässern vor den Harpunen zu schützen!

Mehr dazu hier:
E-Protest des WDC

antarctisWerden 25 Staaten das größte Meeresschutzgebiet der Welt in der Antarktis beschließen?

Rund um die Antarktis befinden sich die einzigen Meere der Welt die noch relativ unberührt von menschlichen Einflüssen sind. Sie sind die Heimat von fast 10,000 einzigartigen und unterschiedlichen Arten, von denen viele sonst nirgendwo auf unserem Planeten zu finden sind. Aber heute sind die Gewässer der Antarktis bedroht. Ihr könnt beim Schutz der Habitate und Wildtiere des südlichen Polarmeeres vor menschlichen Einflüssen helfen. .

Heute, am 16. Juli ist die Antarktiskonferenz in Bremerhaven, Deutschland. Helft den Entscheidungsträgern mit sich zu entscheiden und unterzeichnet die Petition auf

http://antarcticocean.org/de/whats-at-stake/

Die Meeresbewohner sind für Orientierung, Kommunikation und Beutefang auf das Gehör angewiesen. Doch in den Ozeanen wird es immer lauter. Besonders gefährlich sind militärische Sonare zur Ortung von U-Booten, deren Schallwellen unter Wasser im Umkreis von 3’000 Kilometern zu hören sind. Aber auch der Schiffsverkehr, Ölbohrplattformen und Luftdruckkanonen zur Erdölsondierung erzeugen einen ohrenbetäubenden Lärm.

Innere Verletzungen und Strandungen

Die wohl auffälligste Folge von Unterwasserlärm sind Strandungen von Walen und anderen Meeressäugern. Insbesondere nach Militärmanövern, bei denen Unterwassersonare zum Einsatz kamen, wurden Massenstrandungen beobachtet. Diese Sonare erreichen die Lautstärke startender Weltraumraketen. Extreme Schallereignisse wie diese haben Gefässschäden in Hirn, Lungen und anderen Organen zur Folge. Ausserdem kann es passieren, dass die Tiere in Panik geraten und viel zu schnell auftauchen. Es bilden sich Stickstoffbläschen im Blut – die berühmte Taucherkrankheit. Die nachfolgende Embolie kann tödlich sein. Der Kadaver sinkt zum Meeresgrund oder wird an der Küste angespült.

Körperliche Schäden

Wie bei Menschen kann auch bei Meerestieren extreme Lautstärke zu Hörschäden führen. Viele Meeresbewohner sind jedoch für Kommunikation, Gefahrenerkennung, Partnersuche und Beutesuche auf ihr Gehör dringend angewiesen. Aber das sind nicht die einzigen körperlichen Folgen: Bei Fischen wird zusätzlich die Schwarmstruktur durcheinander gebracht, bei Crevetten wurden Wachstumsstörungen  und bei Hummern Zellveränderungen diagnostiziert.

Flucht aus wichtigen Lebensräumen

Unterwasserlärm führt dazu, dass Meerestiere aus wertvollen Lebensräumen flüchten und in diese nicht mehr zurückkehren. Das betrifft manche Arten direkt, andere werden durch die Abwanderung ihrer Beutefische dazu gezwungen. Auch bei der Paarung, Beutejagd und beim Säugen der Jungtiere wirkt Unterwasserlärm störend – mit zum Teil schlimmen Folgen, wenn die Art aufgrund anderer Umwelteinflüsse eh schon geschwächt ist.

Informiert euch auf der Kampagnenseite der international führenden Meeresschutzorganisationen:

www.silentoceans.org

MüllVerschmutzung der Ozeane

Da gerade wir Wassersportler ein besonderes Verhältnis zur Natur haben oder haben sollten, möchten wir euch über ein paar Dinge informieren und euch mit auf den Weg geben, da sie für uns eine Herzensangelegenheit sind: Weiterlesen…